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Krippenmuseum * Schnitzmuseum * Maskenausstellung * Shop...

Willkommen

Krippenmuseum Maranatha

Weißenbachstr. 17,
39030 Luttach-Ahrntal, Italy
Tel:+ 39 0474/671 682
E-Mail: info@krippenmuseum.com

Öffnungszeiten:
Mo bis Sa: 09.00-12.00
und 14.00-18.00 Uhr
Sonntag: 14.00-17.00 Uhr
Ganzjährig geöffnet 

 

Willkommen

Das Krippenmuseum Maranatha in Luttach entstammt einer genialen Vision der Familie Gartner. Das Wort Maranatha ist aramäischer Ausruf, der wohl von den frühen Christen benutzt wurde. Mögliche Bedeutungen sind: „Unser Herr ist gekommen“ (maran atha) oder „Unser Herr wird kommen“ oder - am wahrscheinlichsten - „Unser Herr, komm!“

Im Jahr 2000 wurde in Luttach das Maranatha, die phantasievollste Krippenwelt Europas, nach vierjähriger Bauzeit eröffnet. Seither wurde das Museum immer wieder erweitert. Der Außenbereich, die Visionen für Volkskunst und Krippen, sowie die Bildhauerwerkstatt, wurden vollkommen um- bzw. neu gestaltet. Im Blumengarten und auf gut 1.300 m² Ausstellungsfläche sind Kunstwerke aus verschiedenen Ländern ausgestellt. Wer sich Zeit nimmt und aufmerksam beobachtet, erlebt die Entwicklung des Schnitzens von den Anfängen des Werkzeugmachens über das Wurzel- und Maskenschnitzen, bis hin zur heutigen modernen Bildhauerei im Ahrntal.

Während der langen Winterabende wurde in den Stuben gebetet und gearbeitet.
In zwei großen Schaukästen vor dem Eingang zum Künstler-Atelier sind in fabelhafter Miniatur Gebrauchsgegenstände für Haus und Hof, eine Miniatur Mühle und Schnitzwerkzeug ausgestellt. Jeder Besucher wird erstaunt sein zu sehen, wie viele Werkzeuge die Bauern früher selber in mühevoller Handarbeit hergestellt haben. Daneben zeigt eine Serie grob gearbeiteter Köpfe, wie sich die Schnitzkunst entwickelt hat. Hier kann man die Kunst des Schnitzens vom rohen Block zum feinen Gesichtsausdruck nachvollziehen. Die Schnitzkunst hat sich über Jahrhunderte aus der handwerklichen Begabung der Talbewohner und aus der Notwendigkeit entwickelt, dass Bauern mit ihren Knechten praktisches Werkzeug für den Alltag formen und herstellen mussten.

Im Bildhauer-Garten steht ein über 500 Jahre alter Zirbelstamm mit vielen Verzweigungen. Er symbolisiert die Natur als beste Bildhauerin. Der Baumstamm wurde an der Waldgrenze, auf gut 2000 m gefunden.  Daneben wurden ein Brunnen und Figuren aufgestellt, die grob zugeschnitten oder mit Motorsägen bearbeitet wurden. Moderne, in Stein und Marmor stilisierte Formen runden die Ausstellung im Garten ab. Ahrntaler Bauern besitzen und besaßen entfernt gelegene Almgebiete, wo sie den Sommer hindurch ihr Vieh alpten. Hirten passten auf das Weidevieh auf, dass es sich nicht verstieg oder in fremde Weiden gelang. Diese Beschäftigung erlaubte es den Hirten, aus den umliegenden Wurzeln und Holzstöcken verschiedenste Grimassen und Masken zu schnitzen. Geschnitzt wurde mit einfachen Taschenmessern, denn ein solches hatte jeder Hirte bei sich. Diese Schnitzereien wurden im Herbst nach Hause gebracht und in den Bauernstuben aufgehängt. Damit wurde dieses Handwerk immer bekannter und beliebter. Hirten und Bauern begannen, auch im Winter zu schnitzen.
Ausstellungsstücke phantasievoller Wurzelschnitzerei stehen nebeneinander am Aufgang zur Maskenstube. Sie stellen Musikanten mit ihren Instrumenten, Bauern und Knechte mit ihren Handwerkzeugen dar.

Ein eigener Raum ist der Maskenschnitzerei gewidmet. Geschnitzt wurden vor allem Masken mit Hexen- oder Teufelsgesichter und Sonnen. Hier kann man  einfache, eindringliche und schreckerregende Masken, im Volksmund auch Larven genannt, anschauen. Bedeutend sind jene Masken, die im einst berühmten Nikolausspiel verwendet wurden. Im Nikolausspiel traten maskierte Gestalten, wie der große und der kleine Teufel, die Hexe, der Tod, der alte Mann, die alte Frau und dergleichen auf. Die Schnitzer wollten mit ihren Masken „groteske“ Szenen erzeugen. Gerade die Teufelsmasken sind besonders vielseitig ausgeschmückt. Als Rohmaterial nahm man Zirbelholz, das sich recht gut bearbeiten lässt. Auch Lindenholz ließe sich gut verarbeiten, war aber schwer zu bekommen und daher teuer. Den Teufelsmasken wurden Hörner aufgesetzt. Früher wurden sie aus Holz geschnitzt und eingeleimt oder angenagelt. Heute werden meist Kuh- oder Ziegenbockhörner verwendet. Die fertigen Masken wurden mit Ölfarben bemalt.

Nach dem Rundgang im Garten und der Besichtigung der Masken empfehlen wir das Modern-Art-Atelier, welches sich am Aufgang zur Schnitzwerkstatt befindet, anzusehen. Im Halbrund am Eingang sind kleine Krippen aus aller Welt, aber auch Krippen ausgestellt, die bei internationalen Ausstellungen prämiert wurden. Hier kann man Werke von Roberto Cippolone genannt „CIRO“, Willy Messner, Kurt Wierer, Romolo Vezzolini, Leo Demetz, Bruno Lipp, Antonio Piscopo, Antonio Bigozzi, Emmerich Erle, Giancarlo Mariani, Friedrich Sebastian Feichter und Giuseppe Armani, um nur einige zu nennen, bewundern.

Um die Sonderausstellung im Hochparterre  zeitgemäß und attraktiv zu gestalten, werden Ausstellungsobjekte jedes Halbjahr ausgewechselt.

Das Künstler Atelier, in dem seit 2003 der St. Johanner Bildhauer Lukas Troi, einer der begabtesten Künstler des Tales, arbeitet, wird vielfältig genutzt: Interessierte schauen  dem Künstler bei der Arbeit über die Schulter, hier werden Bilder, Reliefs und Figuren restauriert, Auftragsarbeiten entworfen und ausgeführt und es dient als Ausstellungsraum. Kreative Schnitzkurse können gebucht werden.

Durch das Museum bzw. die Krippenvisionen führen der Ideator und Visionär Paul Gartner unterstützt vom künstlerischen Beistand, dem Musiker, Komponisten, Texter und Museumsführer Hubert Leimegger.

All jene Besucher, die aus welchem Grund auch immer, warten müssen, können in der getäfelten Zirbelstube, rechts neben dem Haupteingang, einen Film ansehen, der in die Geschichte des Museums, dessen Aufbau und die Entstehung des Schnitzens im Ahrntal einführt.