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Krippenmuseum * Schnitzmuseum * Maskenausstellung * Shop...

Museum

Krippenmuseum Maranatha

Weißenbachstr. 17,
39030 Luttach-Ahrntal, Italy
Tel:+ 39 0474/671 682
Mobil-Tel: +39 340-4592300
E-Mail: info@krippenmuseum.com

Öffnungszeiten:
Mo bis Sa: 09.00-12.00
und 14.00-18.00 Uhr
Sonntag: 14.00-17.00 Uhr
Ganzjährig geöffnet

Eintrittspreis:
€ 5,00 pro Person,
Familienkarte € 12,00
Gruppenpreis € 5,00 - Führung inbegriffen

 

Das Krippenmuseum

Das Krippenmuseum Maranatha in Luttach, das im Dezember 2000 nach vierjähriger Bauzeit eröffnet wurde, entstammt einer genialen Vision der Familie Gartner.

Seit der Eröffnung hat man zielstrebig daran gearbeitet, das Museum nicht nur authentisch und attraktiv zu halten, sondern den Ort als eine besondere Quelle des Glaubens, der Kraft und der Hoffnung im christlichen Sinn zu erweitern. Zahlreiche neue und alte Krippen konnten zum Bestand erworben, einige wenige auch angeliehen werden. Bestehende Krippen, wie die große orientalische Holzkrippe, werden auch weiterhin von Jonas Pitscheider und Lukas Troi erweitert und ergänzt.  Durch den unermüdlichen Einsatz von leidenschaftlichen Krippen- und Kulissenbauern, wie Olaf Flatscher, Paul Gartner, Eduard Untergasser und Rainer Minatti, um nur einige zu nennen, war es möglich, mehrere alte, originale Holzkrippen unterzubringen. Die große Liebe zum Detail wird erst bei näherem Hinsehen augenscheinlich, wenn man sich in die einzelnen Hirtenszenen vertieft, welche gleich aus hunderten kleiner Holzfiguren bestehen.

Bereits der Empfangsraum ist eine Besonderheit: Der gesamte Raum ist der Nachbau eines Tiroler Stadels, erbaut aus dem alten Holz des abgetragenen „Holzlechnhofes” in Prettau, aus dem Jahr 1725.  Am Eingang links ist die Burg Taufers als Ritterkrippe dargestellt, gestaltet von Maria Hofer, Prettau.

Im Empfangsraum, hinter der schweren Holztür, können die Besucher zur linken Seite eine Krippe des Egon Oberkofler bestaunen. Der begnadete Ahrntaler Holzschnitzer hat die Geburt des Herrn in heimische Gefilde gebettet. Daneben reiht sich eine Nordtiroler Winterkrippe, deren Gebäude Josef Leitner und die Figuren Irma Hofer einprägsam gestaltet haben. Weiters steht im Empfangsraum eine Südtiroler Almenkrippe, deren Gebäude Katharina Geiregger-Edler und den Hintergrund der bekannte Ultner Maler Wendelin Gamper gestaltet haben. Die Figuren dieser Krippe sind naturbelassen. Sie wurden von Lukas Troi aus Zirbelholz geschnitzt.
Im Empfangsraum rechts steht Reimmichl’s Bergweihnacht, eine Krippe, die zur Gänze von Georg (Jörg) Lanzinger aus Sexten gefertigt wurde. Jörg Lanzinger, auch der Krippenschnitzer vom Mitterberg genannt, ist einer der wenigen Krippenbauer, die jedes Detail selber fertigen: Krippenberg und Häuser, Figuren und Hintergrundmalerei.

Südtiroler, österreichische und deutsche Kunstmaler haben am Auf- und Ausbau der Krippen und deren Hintergrundmalerei im Maranatha mitgewirkt. Von den einheimischen Malern sei besonders Albert Abfalterer erwähnt, der mit den bis zu 10 m langen Aquarellen wahrscheinlich seine bisher größten Krippen-Hintergrundbilder gemalt hat. Sie zieren die Darstellungen des Tiroler Brauchtums im Jahreszyklus in der gotischen Stube genauso, wie die große Ahrntaler Brauchtumskrippe im Empfangsraum rechts, deren Miniaturgebäude Alfons Hofer aus Prettau in 20 jähriger, geduldiger Winterarbeit nachgebaut hat.

Aus der Welt der Bauernkrippen tritt man ein in die große orientalische Königskrippe. Diese monumentale Werk haben Claudio Mattei mit den Krippenfreunden aus Ponte San Pietro gefertigt. Die Figuren hat der bekannte Stubaier Krippenschnitzer Stefan Lanthaler geschnitzt. Die traditionelle Schnitz- und Handwerkskunst wird von atmosphärischen Licht- und Klangspielen untermalt.

Im Maranatha gibt es seit dem 1. Adventsonntag 2009 eine sehenswerte Neuheit: Die Gloriole. Um weiterhin das passende Umfeld für einmalige Ausstellungsstücke zu gewährleisten, wurde neben der Königskrippe ein neuer 80 m² großer Raum eingerichtet.   In der Gloriole – der neue Raum wurde wegen der Deckendekoration so benannt - sind mehrere alte, originale Holzkrippen untergebracht, allein derentwegen ein Besuch auch für jene Krippenfreunde lohnenswert ist, die das Maranatha bereits kennen. Man kann hier die Jahreskrippe des Krippenverein Steinhaus bestaunen. Dieses einmalige Werk haben viele fleißige Steinhauser Krippeler unter der Leitung von Erich Treyer erstellt. In verschiedenen Schaukästen wurden Szenen aus dem Leben Jesu kunstvoll und beschaulich nachgestellt. Eine besonders alte orientalische Krippe hat Fam. Ploner aus dem Pustertal als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Bewundern kann man in der Gloriole weiters eine sehr seltene Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge, eine Krippe aus Russland, eine, als Einzelstück hergestellte Swarovski-Krippe, eine alte Neapolitanische Krippe und Krippen großer Meister, wie Umberto Palazzo, Georg Demetz Da Pilat, Alfred Fleckenstein, Konrad Perathoner, Uberto Holzknecht oder Guido Raccani. Bedeutend wegen der Schnitzkunst, Bemalung und Größe sind die Sternsinger, die Lukas Troi nach der bekannten Vorlage aus dem Reimmichlkalender eigens für die Gloriole geschnitzt hat.

Im Verbindungsgang zwischen dem Erd- und Untergeschoss sind eine Reihe wertvoller Miniaturkrippen ausgestellt. Denen schließt sich eine Jahreskrippe an, die das Leben Jesu, von der Verkündigung bis zur Auferstehung, erzählt. Die Sizilianische Künstlerin Angela Tripi hat die Figuren geformt und bemalt.  
Bemerkenswert ist die über 70 Quadratmeter große begehbare Krippe mit lebensgroßen Holzfiguren unter romantischem Sternenhimmel im Untergeschoss.
Der Weg führt weiter in einen Raum, der einer Kapelle ähnelt. Dort kann man bis zu 300 Jahre alte Krippen bestaunen, die aus verschiedenen europäischen Ländern stammen und in geduldiger, jahrzehntelanger Sammelleidenschaft zusammengetragen worden sind.
Im Gang, der zur gotischen Stube führt, sind bekannte Südtiroler Künstler wie Heinrich Bacher, Klaus Senoner und Harald Kastlunger u. a. vertreten.

Einen Ruhepol im Museum bildet der Nachbau einer gotischen Stube aus dem Jahr 1560 mit aufwendig geschnitztem Tonnengewölbe, gefertigt von Olaf Flatscher und Franz Niederwieser. Dort werden gezielt zeitlose kulturelle Veranstaltungen wie Adventsingen, Volksmusikabende, Dichterlesungen oder Buchvorstellungen veranstaltet.  

Durch das Museum bzw. die Krippenvisionen führen der Ideator und Visionär Paul Gartner unterstützt vom künstlerischen Beistand, dem Musiker, Komponisten, Texter und Museumsführer Hubert Leimegger.

All jene Besucher, die aus welchem Grund auch immer, warten müssen, können in der getäfelten Zirbelstube, rechts neben dem Haupteingang, einen Film ansehen, der in die Geschichte des Museums, dessen Aufbau und die Entstehung des Schnitzens im Ahrntal einführt.